“En marche, artisans de paix”

Wenn man die Nachrichten in den Medien betrachtet, fragt man sich oft, ob Frieden überhaupt ein realisierbares Gut ist. Die Welt scheint voller Hass und Gewalt zu sein, doch müssten wir nicht, ehe wir die Welt in ihrem Ganzen betrachten, uns selbst betrachten? Die Aufforderung des diesjährigen Jahresthemas soll uns bewusst machen, dass wir alle an einer friedlichen und besseren Welt mitarbeiten können, sollen und sogar müssen. Der Frieden beginnt nicht erst mit dem Ende der Konflikte oder Kriege in der Welt, sondern der Frieden beginnt in jedem von uns, in unserem Handeln, in unseren Aussagen, in unseren Herzen. Wir alle können dort, wo wir leben Friedensstifter sein, wenn wir unser eigenes Tun reflektieren.

Frieden ist nicht nur das Gegenteil von Krieg. Frieden ist ein großes Wort mit einer noch größeren Bedeutung. Frieden ist eine Art zu leben. Frieden beinhaltet Nächstenliebe, Nachsicht und Selbstbeherrschung. Der Frieden hat seine eigenen Gesetze und er kann nicht von selbst existieren. Er beschreibt eine Harmonie, wo auch immer Menschen aufeinander treffen. Ob junge Menschen oder alte Menschen, alle brauchen ihn, aber sie müssen um ihn kämpfen. Frieden wird nicht nur im Falle eines Krieges gebraucht. Er wird immer auf der ganzen Welt gebraucht, denn selbst da, wo keine Bomben fallen und Menschen nicht in Angst leben müssen, könnte der Frieden eine bessere Welt ermöglichen.

Aber so lange über Leute gelacht wird, weil sie anders sind, werden die Menschen  in ihrer kalten Welt gefangen sein. So lange es Menschen gibt, die Gewalt als eine Lösung sehen, wird es auch immer wieder Gewalt geben. So lange es Menschen gibt, die Vergeltung für Gerechtigkeit halten, wird es auch Hass geben. Wenn Menschen mit Macht an den Krieg glauben und es Leute gibt, die ihn verherrlichen, wird der Frieden ein riesengroßer Traum bleiben. Solange die Menschen nicht lernen miteinander zu reden, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, werden sie ihre Kämpfe austragen.

Es gibt einen Traum, in welchem man sehen kann, wie die Menschen zufrieden, sanft und einfühlsam miteinander umgehen. In welchem man sieht, dass Probleme mit Reden und ohne Gewalt gelöst werden. In diesem Traum gibt es kein Lebewesen mehr, das leiden muss, denn es gibt immer helfende Hände. Bei diesem nicht gespielten Frieden wird einem warm ums Herz.

Bis jetzt ist es nur ein Traum, doch dieser Traum könnte Wirklichkeit werden, wenn alle gemeinsam ihre Sehnsucht nach einer friedlichen Welt wecken und sie sich gemeinsam für ihn einsetzen. Der Frieden kann ein Traum sein, der gelebt wird, und dieses Ziel wollen wir uns alle in diesem Schuljahr setzen.

 

Vgl. Wamers, Britta: Lebt den Traum vom Frieden jetzt IN:

http://www.morgenpost.de/schueler/article881072/Lebt_den_Traum_vom_Frieden_jetzt.html (Stand 3. September 2010)

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